Unsere Patenschaften

TSV Berlin Wittenau TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V.

 

 

 

 

 

 

Besuch des TSV Wittenau in Hannover vom 18.09.2015 bis 20.09.2015

Alle Jahre wieder…! Jeder Verein darf sich glücklich schätzen, der in der heutigen Zeit eine oder mehrere

funktionierende Partnerschaften unterhalten kann. Die Schwimmabteilung der Sportgemeinschaft Misburg

hat dieses Glück. Jedes Jahr im September treffen sich deren Mitglieder mit den Schwimmern des

TSV Wittenau aus Berlin zum gemeinsamen Wettkampf, zum Fachsimpeln, zu gemeinsamen Unternehmungen

und einfach nur zum geselligen Beisammensein.

Vom 18. bis 20. September 2015 war es wieder mal soweit. Dieses Jahr waren wir in Misburg die Gastgeber.

Los ging es am Freitagabend mit Verspätung.

 

Das Buffet, das die Senioren zur Begrüßung der „älteren“ Gäste zusammengestellt hatten, träumte unangerührt

vor sich hin und alle Anwesenden mussten sich in geduldigem Warten üben, wir Senioren im Schülertreff

genauso wie Eltern und Kinder am Treffpunkt Schwimmbad. Ständig stand unser „Berlin-Experte“ Hans-Joachim

per Handy mit seinem Gegenüber Kai Schiebold in Verbindung, um etwas über die Ankunft des Busses aus der

Hauptstadt zu erfahren.

Dann endlich war es soweit!

Es ist immer wieder ein großer Moment, wenn der erwartete Bus mit den Freunden und Bekannten, die man ein

Jahr lang nicht gesehen hat, um die Ecke am Schwimmbad biegt.

Hurra, sie sind da!

Und jedes Jahr gibt es die gleiche aufregende Prozedur; die Gastkinder werden ihrer Herbergsfamilie „übergeben“,

die für die nächsten 2 Tage und Nächte ihr Zuhause sein wird. Viele der Kinder und Eltern kennen sich bereits

längere Zeit, doch immer kommen auch wieder neue Verbindungen und Bekanntschaften dazu. Nicht zuletzt dies

trägt dazu bei, die Partnerschaft lebendig zu erhalten.

Die Masters und Senioren unserer Gäste wohnten während der 2 Tage im Gasthaus „Bei Ranko“. Spät war es

bereits, als endlich das Buffet für die Erwachsenen unter uns eröffnet werden konnte. Das tat aber dem Appetit

keinen Abbruch. Reisen macht hungrig! Warten macht durstig!

Das Gastgeschenk unserer Freunde war etwas ganz Besonderes! Berliner Weiße mit rotem oder grünem Schuss

nach Wahl, stilvoll in Originalgläsern serviert. Hm, lecker! Sehr lange saßen wir nicht mehr beieinander denn es

erwartete uns am Samstag ein umfangreiches Programm, da hieß es ausgeschlafen sein.

Los ging es wirklich früh am Morgen des Samstags für die Senioren. Sie starteten zu einer Kanutour, die auf der

alten Leine von Laatzen zum „Schnellen Graben“, der in der Nähe des Maschsees liegt, führen sollte. 19 Mutige

aufgeteilt auf 6 Kanus, versorgt mit Paddeln und Lageplänen, nur kurz eingeführt in die hohe Kunst des

Kanufahrens und dann … ohne Leitung ausgesetzt in der Wildnis Hannovers.

Wir haben es alle trocken überstanden, keiner von uns musste seine Schwimmkenntnisse zeigen und wir hatten

alle eine Menge Spaß.

Die Kinder durften etwas länger schlafen. Sie begannen erst um 10.00 Uhr mit einer Schnitzeljagd durch Misburg.

Das Jugendgremium der Schwimmabteilung hatte dazu viele Fragen ausgetüftelt, die es beim Spaziergang durch

unseren Stadtteil zu beantworten galt. In zwei Gruppen, ausgestattet mit Fragebogen, Bollerwagen, Caprisonne

und Gummibärchen, zogen die Kinder los; tatkräftig unterstützt von den „etwas Älteren“ Ute und Angelika

(tja, so ganz ohne Erwachsene geht es eben doch nicht).

Und nach der Jagd? Wurden noch Spiele gespielt, um einen Sieger zu ermitteln, schließlich ging es  um einen

großen Gewinn. Im Team B durfte sich jeder über ein Eis freuen.

Wie war eigentlich das Wetter an diesem Tag?

„Nicht gut genug für sportliche Aktivität im Freien“ würden Verzagte jetzt sagen. Aber genau das stand uns bevor!

Am Samstagnachmittag ging im Freibad Misburg ein legendärer Schwimmwettkampf über die Bühne. In

strömendem Regen und bei eher unangenehmen Temperaturen kämpften die Schwimmer aus Wittenau und Misburg

um jeden Sieg und nicht zuletzt wie jedes Jahr um die „bleiernde Ente“, einen besonderen Staffelpokal. Allseits

bekannte Umstände zwangen uns zum Ausweich ins Freibad und alle Aktiven zeigten trotzdem ein beeindruckendes

Engagement. Vielen Dank dafür an dieser Stelle.

Die Samstagabend-Aktivitäten waren dann wieder zweigeteilt.

Für die Kinder und Jugendlichen stand eigentlich ein Kinoabend auf dem Programmzettel.

Nach dem Abendessen, das aus hausgemachten Spaghetti Bolognese bestand, fiel die Wahl durch Mehrheitsentscheid

auf den Film „TKKG“. Nur die Technik war nicht gefragt worden! Spontan streikte sie und aus dem Kinoabend wurde,

genauso spontan, ein Spieleabend. Dank der Kreativität unseres Jugendgremiums erlebten Groß und Klein an diesem

Abend wohl den aktivsten Filmabend, den es jemals gab.

Masters und Senioren trafen sich zur gleichen Zeit im Restaurant „Bei Ranko“ zum Abendessen und Klönen. Ein Jahr ist

lang und so gab es jede Menge zu erzählen. Aktuelles Thema war dabei natürlich auch unsere Notlage hinsichtlich des

Misburger Bades. Keiner weiß besser als unsere Berliner Freunde was es heißt, ohne Trainingsstätte zu sein.

Man kann wohl sagen, der Abend endete heiter und besinnlich.

Mit dem Sonntag kam dann auch schon wieder der Abschied von den Wittenauern.

Nach dem Frühstück ging es für die Erwachsenen noch auf eine Boßelrunde in den Misburger Wald. Ganz nach dem

Motto „Dabei sein ist alles“ gab es weder Sieger noch Besiegte, sondern noch ein letztes Mal gemeinsamen Spaß.

Die Kinder verbrachten den Morgen in ihren Gastfamilien und mit Sicherheit kam bei ihnen dort auch keine Langeweile auf.

Gegen 14.00 Uhr hieß es für alle Gäste, die Heimfahrt anzutreten.

Wieder einmal ist ein Besuch Vergangenheit, aber alle Beteiligten freuen sich bereits auf ein erneutes Zusammensein

in Berlin im September 2016.  

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